Orte der Gemeinden

Die rechtlich selbständigen Kirchengemeinden Güterfelde, Sputendorf und Schenkenhorst bilden einen Pfarrsprengel. Das bedeutet, dass das Pfarramt Güterfelde für alle drei Gemeinden zuständig ist.

Güterfelde Sputendorf Schenkenhorst
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Fröhliches Gemeindeleben zwischen stolzer Geschichte und hoffnungsvoller Zukunft

Zwischen Feldern, Wäldern und einem See liegt das 800-jährige Dorf Güterfelde mit seiner ebenso alten Feldsteinkirche und einem baugeschichtlich bedeutenden Schloss. Einst führte die Poststraße Berlin – Leipzig hindurch, einst hieß das Dorf Gütergotz und war die Muttergemeinde von Zehlendorf. Einst kam Theodor Fontane zu Besuch und schrieb darüber.
Heute ist der Begriff „Übergang“ bezeichnend für das Dorf und damit auch seine Kirchengemeinde: Mit Stahnsdorf endet der berlinnahe Siedlungsraum, die märkische Landschaft öffnet sich und Güterfelde ist das erste Dorf in dieser Landschaft. Längst hätte auch dieser Ort eine Vervielfachung seiner Einwohnerzahl erreichen können, wenn nicht die Landesplanung Berlin-Brandenburg verfügt hätte, dass hier keine großen Bauflächen ausgewiesen werden. So stagniert die Einwohnerzahl und damit auch die Zahl der Gemeindeglieder. Doch immer noch wollen sehr viele Berliner ins grüne Umland ziehen und schon mittelfristig wird sicher auch in Güterfelde ein erheblicher Zuwachs an Einwohnern zu erwarten sein.
In dieser „Zwischenzeit“ ist die Kirchengemeinde zahlenmäßig sehr klein und finanziell kaum lebensfähig. Fontane schrieb über seinen Eindruck beim Anblick des Pfarrhauses „Hier ist (noch) Leben, hier ist gut sein“. Ja, diese Gemeinde mit ihrem schönen neuen Gemeindehaus und der stolzen alten Kirche sprüht von Leben, im schönen neuen Gemeindehaus gehen die Gruppen ein und aus, es singt und klingt aus diesem Haus oder aus der Kirche über den Dorfanger.

Musik

In Güterfelde wird gesungen: Ein Kirchenchor mit 30 Sängerinnen und Sängern bildet die warme Mitte de Gemeindelebens. Er gestaltet alle festlichen Gottesdienste mit und gibt zwei Mal im Jahr ein Konzert.
In Güterfelde wird gerockt: Die Band „Buschfunk“ übt wöchentlich im Gemeindehaus und ist längst keine Geheimtipp mehr. Ihrem jugendlichen Schwung und Temperament verdankt die Gemeinde sehr fröhliche und besondere Gottesdienste.
Orgelspiel im Gottesdienst: Jeder Gottesdienst in jeder Kirche des Pfarrsprengels wird durch qualitätvolles Orgelspiel ausgeschmückt. Die Organisten sind alle nebenamtlich beschäftigt.

Kinder und Jugendliche

Für die Kinder des 1.-6. Schuljahres bietet die Gemeinde regelmäßige Gruppentreffen unter dem Namen „Christenlehre“, der aus DDR-Zeiten stammt, an. Die Kinder besuchen fast alle den Religionsunterricht in der Schule, trotzdem kommen in Güterfelde 30 Kinder regelmäßig wöchentlich oder monatlich ins Gemeindehaus. Sie gestalten Gottesdienste mit und erleben so „Kirche“ ganz unmittelbar.
Der Konfirmandenunterricht (7.+ 8.Schuljahr) wird seit Neuestem durch einen offenen Jugendtreff ergänzt.

Barmherzigkeit

„Ich war krank, und ihr habt mich besucht“.
Fünf Frauen der Kirchengemeinde besuchen seit vielen Jahren alte und pflegebedürftige Menschen in Pflegeheimen in Güterfelde. Sie begleiten sie über die letzte Lebenszeit und ermöglichen ihnen durch Abholen und Rollstuhlschieben einmal monatlich einen Gottesdienstbesuch. Ein stiller und treuer Dienst.

Gottesdienste durch das Kirchenjahr

Im Pfarrsprengel Güterfelde wird häufig und gern Gottesdienst gefeiert. Alle drei Feldsteinkirchen in Güterfelde, Sputendorf und Schenkenhorst stammen aus dem 13. Jahrhundert und liegen nach wie vor mitten im Dorf umgeben von dem Kirchhof und den alten Bauerngehöften. Unsere Gottesdienste begleiten alle Phasen des Lebens der Christen, von der fröhlichen Taufe bis zum Trauergottesdienst. Dadurch entsteht für viele eine tiefe emotionale Verbundenheit. Das Kirchenjahr wird in seiner jahreszeitlichen Stimmung intensiv erlebt. Besonders zum Entedankfest wird der ursprüngliche Zusammenhang zwischen Ernte und Dank erfahren