Güterfelde

bis 1937 bekannt als Gütergotz (nach Fontane: Juthrie-Götze = Morgengott der Wenden)

Der Ort

erste urkundliche Erwähnung: 1263
Einwohner 1.860 (30.6.08), davon 427 evangelische Christen (23 %)
seit 2002 ist Güterfelde Ortsteil der Gemeinde Stahnsdorf

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Die Dorfkirche

ist eine unter Denkmalschutz stehende Feldsteinkirche aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts; der Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert. Der ursprünglich eingezogene Chor wurde 1887 auf Langhausbreite und -höhe erweitert. Bei der Modernisierung und Erweiterung der elektrischen Heizung im Jahre 2007 wurde unterhalb des Chores eine ca. 20 m² große, unbelegte Gruft geöffnet und durch das Podest wieder verschlossen. Die hölzernen Seitenpodeste sollen an den ursprünglich eingezogenen Chor erinnern. Sie richten wie die neue Beleuchtungsanordnung den in neuer Farbgebung gestrichenen Innenraum stärker auf den Altar aus. 

Die Ausstattung

2 Bronzeglocken aus dem Jahre 1925 von Franz Schilling & Söhne aus Apolda
Die Orgel stammt aus dem Jahre 1978 von der Fa. Schuke/Potsdam (opus 482)
Die Prinzipalstücke Altar, Pult und Taufe sind um 1990 entstanden.
Der sechzehnarmige Kronleuchter ist ein Geschenk der Frau von Roon bei ihrem Wegzug im Jahre 1873

Die Pfarre

Aus der Geschichte: „Eine Pfarre in Gütergotz existierte nachweislich schon im 15. Jahrhundert“ (Chronik von Gütergotz).
Lange Zeit war Gütergotz mit Zehlendorf verbunden – nach der Reformation als „filia“, spätestens 1680 bis 1860 Gütergotz als „mater“ – weshalb einige Zehlendorfer Straßen nach den seit 1539 namentlich bekannten Gütergotzer Pfarrern benannt sind.
Die 1868/69 von Pfarrer Brodersen verfasste „Chronik von Gütergotz“ ist die erste in Brandenburg gedruckte Chronik (1874). In dieser Zeit besucht ihn Theodor Fontane im Pfarrhaus Gütergotz (erbaut 1826) und schreibt für seine „Wanderungen“ ein Kapitel „Gütergotz“, das in den neueren Ausgaben oft wieder enthalten ist.

In den Jahren 2003/04 konnte die Kirchengemeinde auf dem Pfarrhof ein neues Gemeindehaus errichten (Architekt: C.G. Lütcke).

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Das Schloss

1804 von David Gilly erbaut, im 19. Jahrhundert unter den Besitzern Graf von Roon und Gerson von Bleichröder zweimal überformt.
2004 vielbeachtete Ausstellung „200 Jahre – Schloss und Park Gütergotz“
Bis ins Frühjahr 2010 wurde das Schloss als Pflegeheim genutzt, seitdem steht es leer und offenbar auch zum Verkauf.